Weihnachtsmarkt 2017 am 03. Dezember

WeihnachtstürePDF-Download_0.jpg Einladung Weihnachtsmarkt 2016

 

PDF-Download_0.jpg Programm Weihnachtsmarkt 2016

 

Eindrücke des Weinachtsmarktes der letzten Jahre finden Sie in unseren Bildergalerien:

Der traditionelle Weihnachtsmarkt im Johannesstift: Immer am ersten Advent, immer mit vorweihnachtlicher Atmosphäre, Kunst und Kitsch, Essen, Trinken, Musik und Attraktionen für Kinder.

Die Weihnachtsgeschichte auf Berlinerisch finden Sie hier als PDF-Dokument.

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl an Weihnachtstraditionen, die wir für Sie zusammengestellt haben.

 

Die Geschichte des Adventskranzes

Es geschah im Jahre 1839 in Hamburg im Rauhen Haus, dem Waisenhaus für Kinder und Jugendliche. Johann Hinrich Wichern, Gründer des Rauhen Hauses und des Evangelischen Johannesstifts, versammelte an jedem Tag in der Adventszeit die jungen Bewohner zur abendlichen Besinnung. Er zündete am großen Holzreif, der an der Decke hing, eine der vielen Kerzen an. Jeweils eine vom 1. Advent bis zum 24. Dezember. Dazu erzählte er eine Geschichte aus der Bibel. Adventliche Gedanken und Lieder stimmten die Kinder und Jugendlichen auf Weihnachten ein. So begann die Tradition des Adventskranzes. Der Holzreif wurde später mit Tannengrün geschmückt. Viele Freunde des Rauhen Hauses haben den Kranz kennen gelernt und davon erzählt. Er wurde immer beliebter und schließlich in ganz Deutschland bekannt. Später wurde daraus ein kleiner Kranz aus Tannengrün, bestückt mit vier roten Kerzen, eine für jeden Adventssonntag.

 

Der Herrnhuter Stern

Zum erstenmal leuchtete er 1821, der Herrnhuter Stern: Zunächst vor der „Knäbchenanstalt“ der evangelischen Brüderunität im niederschlesischen Niesky, bald auch in anderen Internaten der Gemeinde für die Kinder, deren Eltern in Übersee als Missionare unterwegs waren. Der Herrnhuter Stern ist ein Symbol für den Stern von Bethlehem, der die Hirten zur Geburtsstätte Jesu führte. Mit seiner geometrisch regelmäßigen Form war er Anschauungsmaterial für den Mathematikunterricht. Vor allem aber half er als Bestandteil der Weihnachtsfeiern, die Kinder über die Trennung von ihren Familien hinwegzutrösten. Ab 1892 wurden Sterne dann auch für den Verkauf hergestellt, schon bald durch eine eigens gegründete „Sternelei“ in Herrnhut. Noch heute stammen die meisten Herrnhuter Weihnachtssterne aus dem kleinen Ort in der Oberlausitz – mehr als 200 000 pro Jahr werden dort produziert.

 

Die Krippe

Ochs, Esel und das Jesuskind – so sahen die allerersten Krippen aus, die es schon in der Frühzeit des Christentums gab. Erst später kamen die uns vertrauten Figuren von Weisen, Hirten, Maria und Josef dazu. Beliebt wurden Krippen vor allem, nachdem Franz von Assisi 1223 die Weihnachtsgeschichte mit lebenden Menschen und Tieren in Szene setzte. Als Reaktion auf die Reformation verbreiteten sich Krippen besonders in katholischen Kirchen als Bibel zum Ansehen und Anfassen. Und schließlich hielten sie auch Einzug ins heimische Wohnzimmer. Dort wurden sie meist schon – Stück für Stück – während der Adventszeit aufgebaut, bis am 24. Dezember das Jesuskind in der Krippe lag.

 

 

Nikolaus und Christkind

Die Figur des Nikolaus wird auf den Bischof von Myra zurückgeführt, der wohl um 280 n. Chr. geboren wurde. Um ihn ranken sich zahlreiche Wundergeschichten und Legenden, wie zum Beispiel „die Ausstattung der Jungfrauen“. Im Laufe der Zeit wurde er zu einem der beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche als Helfer in allen Schwierigkeiten. Im zehnten Jahrhundert setzte sich diese Tradition dann auch im deutschsprachigen Raum durch und Kinder werden seitdem an seinem Namenstag, dem 6. Dezember, beschenkt. Mit der Reformation kam es zur Ablehnung jeder Art der Heiligenverehrung, so auch zu der des Nikolaus. An dessen Stelle setzte Martin Luther um 1535 das Christkind. Von nun an erhielten die Kinder ihre Gaben durch das Christkind am „Heiligen Abend“. Durch den Einfluss von Umzugsbräuchen und Krippenspielen entwickelte sich daraus mit der Zeit die Vorstellung einer engelsgleichen Erscheinung. Als solche begegnet uns das Christkind auch heute noch in der Adventszeit als Überbringer der „Frohen Botschaft“.

 

Engel

„Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein…“ meint Rudolf Otto Wiemer in einem Gedicht über Engel. Und in der Tat: Obwohl wir uns Engel heute in der Regel „beflügelt“ vorstellen, haben sie in der Bibel meistens keine. „Angelos“ heißt im Griechischen, der Sprache des Neuen Testaments, soviel wie Bote, und als Boten Gottes treten die Engel auch in der Weihnachtsgeschichte vor allem in Aktion. Ein Engel, Gabriel, bringt Maria die Nachricht von dem besonderen Kind, das sie erwartet. Und Engel verkünden den Hirten auf dem Feld die Geburt Jesu. Ähnliche Aufgaben als Botschafter Gott es erfüllen Engel auch im Rest der Bibel. Und als Wesen, die auf halbem Weg zwischen Gott und Menschen angesiedelt sind, lassen sie den Abstand zwischen ihm und uns ein bisschen kleiner erscheinen.

 

Der Weihnachtsbaum

Grün mitten im Winter: Der Weihnachtsbaum steht für die Hoffnung auf neues Leben in dunkler Zeit. Ursprünglich erinnerte er als „Paradiesbaum“ in kirchlichen Krippenspielen daran, wie alles anfing mit Gott und den Menschen. Darum sind Äpfel und davon abgeleitet Christbaumkugeln ein traditioneller Baumschmuck. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Weihnachtsbaum auch außerhalb der Kirche beliebt – zuerst bei den Handwerkszünften, dann in Privathäusern. Ausgehend vom Elsass wurde er, geschmückt mit Früchten, Nüssen, Süßigkeiten und später auch Kerzen, Mittelpunkt der familiären Weihnachtsfeier vor allem in protestantischen Gegenden, wo er als Gegenstück zur eher „katholischen“ Krippe im Gebrauch war.

 

Weihnachten duftet...

Weihnachtsduft in jedem Raum … So klingt es im Lied „Fröhliche Weihnacht überall“. Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Weihnachtsduft denken? An Lebkuchen? An Tannen? An Kerzen, die sich im Bienenwachs verzehren? Besondere Düfte gehören einfach zu Weihnachten dazu. Sie leiten sich von Symbolen und Gewohnheiten ab, die sich rund um Weihnachten entwickelt haben bzw. von anderen Traditionen übernommen wurden. Weihrauch und Myrrhe brachten neben Gold die Weisen aus dem Morgenland dem Jesuskinde dar. Beim Verbrennen von Weihrauch und Myrrhe entstehen typische Gerüche, die bei gottesdienstlichen Feiern im ganzen Jahr Verwendung finden. Vor allem die klassischen Weihnachtsgewürze wie Zimt, Sternanis, Muskat, Nelken und Ingwer prägen unsere Erinnerungen – zumindest dann, wenn noch zu Hause Weihnachtsgebäck gebacken wurde bzw. diese Dinge zur Dekoration verwendet werden, oft zusammen mit getrockneten Zitrusfrüchten. Zu den Dufterlebnissen in der Weihnachtszeit gehören auch die Kerzen, ganz besonders, wenn sie mit Bienenwachs oder anderen Aromen hergestellt wurden. Dies verbindet sich dann mit dem Tannenduft des Adventskranzes oder des Weihnachtsbaumes. Eine Duftnote wird allerdings mit Weihnachten selten in einen Zusammenhang gebracht, obwohl dies vielleicht sogar der ursprünglichste aller Düfte ist: das Heu. Das Jesuskind wurde in einem Stall geboren, in einer Krippe umgeben von Heu und Stroh. Während die anderen Düfte das Wertvolle und Prächtige von Weihnachten in den Mittelpunkt stellen, erzählt der Duft von Heu die Geschichte von der Liebe Gott es zu uns Menschen, der sich dem Kleinen und Geringen, dem Armen und dem Schwachen zuwendet.