Kurse und Kultur im St. Martinshof
Abwechslungsreiches Kursprogramm startet schon im April
VON CAROLA FABER
Das Jahr im Seniorenzentrum St.Martinshof ist wieder voller Erlebnisse: Neben zahlreichen Veranstaltungen werden in der Einrichtung auch viele interessante Senioren-Kurse angeboten. „Damit sich unsere Bewohner wohlfühlen, bieten wir ihnen viel kulturelle Abwechslung. Unsere zusätzlichen Veranstaltungen reichen von Computer-Kursen, über Muskelkräftigungsprogramme bis zu Malunterricht und Diavorträgen. Da bleibt viel Platz für gemeinsame Bereicherungen, Entdeckungen und Begeisterung“, erklärt Einrichtungsleiterin Elke Lange.
Bereits seit zwei Jahren finden erfolgreich die Kurse „Computer-Grundwissen für Senioren“ in der Einrichtung statt. Das motiviert zu weiteren Auflagen. Ab Anfang April vermittelt wieder Robert Wall den jeweiligen Bedürfnissen angepasst, geduldig und kompetent, in unterschiedlichen Kursen das Grundwissen für Senioren ohne und mit Vorwissen.
Eine entscheidende Rolle für den Erhalt der Gesundheit und des Wohlbefindens der Altenheimbewohner spielt die körperliche Bewegung und die daraus resultierende Muskelkraft. Deshalb bietet Barbara Kiepe einen Schnupperkurs für das Muskelkräftigungsprogramm nach Patras an. Es dient zum Erhalt und zur Verbesserung der Mobilität. Die Übungen können im Stehen oder im Sitzen durchgeführt werden.
Malen (nicht nur) für Senioren ist für diejenigen gedacht, die schon immer von Farben und Linien fasziniert waren, bisher aber nie oder wenig selbst gemalt haben. Unter qualifizierter Anleitung kann Aquarell-, Pastell – oder Acrylmalerei ausprobiert werden.
Wichtige Informationen über das Krankheitsbild Demenz und Möglichkeiten den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen vermittelt die gerontopsychiatrische Fachkraft Anna Wall in einem Vortrag. Fit in den Frühling mit Schüßler-Salzen heißt die Veranstaltung in der Reihe „Friedenstal Apotheke in Aktion“. In dem Vortrag über Stoffwechselkuren und Abnehm-Coaching mit Schüßler-Salzen ist Aufschlussreiches über die zwölf Mineralstoffe nach Dr. Schüßler zu erfahren, die die Lebens- und Selbstheilungskräfte von Jung und Alt, sowohl körperlich als auch psychisch, stärken.
Auch die Diavorträge im Haus enthalten Spannendes und Interessantes. Geplant sind die Themen „Fahren wir mit dem Zug oder nehmen wir die Elektrische?“ und „Was sagen uns die Flur- und Straßennamen? –Ein Blick in die Vergangenheit“.
Das detaillierte Programm mit allen attraktiven Angeboten liegt in den Apotheken, im Rathaus und in der Stadtbibliothek aus.
Das Leben im St. Martinshof mitgestalten
Neuer Heimbeirat vertritt die Interessen der Bewohner
VON CAROLA FABER
Neuer Heimbeirat –gemiensam ans Ziel. Der St. Martinshof hat einen neuen Heimbeirat: Die Bewohner werden nun von der 1. Vorsitzenden Uta Kulks, Herbert Werdermann (Stellvertreter), Lisa Kluck, Ute Rochinski, Elisabeth Leyn, Gerda Wittge und Irmtraut Steffens vertreten.
Das von den Bewohnern aus den eigenen Reihen sowie Angehörigen und Ehrenamtlichen gewählte Gremium hat direkten Einfluss auf Entscheidungen, die mit dem Wohnen im Haus zu tun haben. Dieses Gremium, der Heimbeirat, besteht aus sieben Mitgliedern und stellt die Vertretung der Heimbewohner dar, die Anregungen, Wünsche oder auch Sorgen weitergeben können und sollen. „Die Bewohner haben, solange es geht, ein Recht auf ein selbst bestimmtes Leben. Deshalb können sie das Leben im Heim mit gestalten. Zentrales Gremium hierfür ist der Heimbeirat. Über ihn können die älteren Menschen ihre Vorstellungen, Wünsche und Anregungen einbringen, zum Beispiel zur Verpflegung oder Freizeitgestaltung“, erklärt Diplompädagogin und 1. Vorsitzende Uta Kulks.
Der Heimbeirat wirkt auch bei der Aufstellung oder Änderung von Musterverträgen für Bewohner sowie bei der Heimordnung mit. Zum Aufgabengebiet gehört außerdem die Mitwirkung bei Maßnahmen zur Unfallverhütung, die Mitsprache zur Unterkunft, Betreuung und Verpflegung sowie bei baulichen Veränderungen und Instandsetzungen. Ein weiterer Aufgabenbereich sind Maßnahmen zur Förderung der Betreuungsqualität genauso wie die Mitwirkung bei Leistungs-, Qualitäts-, Prüfungs- und Vergütungsvereinbarungen mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern.
Tatkräftig und dynamisch gibt sich der neue Heimbeirat. Sei es die Ausgestaltung eines Festes oder beispielsweise die Planung einer Umgestaltung – der Heimbeirat freut sich schon jetzt auf die zahlreichen Möglichkeiten des Mitspracherechts und die Interessenvertretung der Bewohner im St. Martinshof.
„Wir werden uns regelmäßig treffen, damit Informationen, Anregungen und Wünsche der Heimbewohner vor der Heimleitung vertreten werden“, erklärt Uta Kulks, die sich im ständigen Austausch mit der Heimleitung befindet. Zudem möchte das Gremium neuen Bewohnern helfen, sich im Haus gut einzuleben.
Der neue Heimbeirat mit Herbert Werdermann (Stellvertreter, von links), Lisa Kluck, Ute Rochinski, Elisabeth Leyn, Irmtraut Steffens, Gerda Wittge und Uta Kulks (Vorsitzende) vertritt die Interessen der Bewohner im St. Martinshof.
Freie Plätze in der Tagespflege im St. Martinshof
Aktivitäten orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen
VON CAROLA FABER
Tagespflege ist die richtige Alternative, wenn jemand weiter in der gewohnten Umgebung wohnen möchte, tagsüber aber ständige Pflege und Betreuung braucht oder einfach Geselligkeit sucht. Pflegende Angehörige können möglicherweise weiter berufstätig sein oder sich stressfreier dem Alltag widmen. Betreut werden Menschen im St. Martinshof mit dementiellen Erkrankungen, Parkinson Syndrom, Apoplexie, Multipler Sklerose und anderen geriatrischen Krankheitsbildern. Betreut werden die Gäste in der Kleingruppe mit bis zu zwölf Plätzen montags bis freitags von acht bis 17 Uhr in gemütlicher und wohnlicher Umgebung. Den Gästen stehen mehrere Räume auf insgesamt 165 Quadratmetern zur Verfügung. Außerdem ist die Tagespflege von einem schönen Garten umgeben.
Die Betreuungszeiten sind natürlich flexibel, denn die Gäste können täglich oder wahlweise an bestimmten vereinbarten Wochentagen kommen. Auch die Fahrtzeiten des hauseigenen Fahrdienstes werden nach Absprache organisiert. „Die vielfaltigen täglichen Aktivitäten orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und der Biografie der Gäste. Durch kleine Gruppengrößen, garantierte und feste Bezugspersonen entsteht außerdem ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit“, erklärt die Leiterin der Tagespflege Antje Brinkmann. Die Selbständigkeit der Gäste soll durch gezielte Angebote gefördert und erhalten werden. Mit kurzweiligen Aktivitäten unter fachlicher Betreuung können sie einen angenehmen Tag verbringen. Wichtige Bestandteile sind dabei eine ritualisierte Tagesstruktur und abwechslungsreiche, wohldosierte Reizangebote. Die Umsorgung der pflegebedürftigen Senioren ist im St. Martinshof ist durch einen individuellen und liebevollen Umgang geprägt. Jedem Einzelnen werden die nötigen Freiräume zugestanden. Gleichzeitig wird versucht, jeden Teilnehmer in die Gemeinschaft der Gruppe mit einzubeziehen. Den ganzen Tag über gibt es ein Angebot an abwechslungsreichen Aktivitäten. Das Angebot der Speisen bei insgesamt vier Mahlzeiten richtet sich nach den Empfehlungen der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“. Es zeichnet sich durch seine Altersgerechtigkeit und Vielseitigkeit aus. Zusätzlich kann jeder Tagesgast auch selbstverständlich an den Kulturveranstaltungen, Gottesdiensten und weiteren Aktivitäten im Haus teilnehmen.
In der Tagespflege ist ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit für die älteren Menschen gewährt und jedem wird die Zeit gegeben, die er benötigt. Eine kontinuierliche Betreuung durch ein beständiges und erfahrenes Team schafft dazu eine vertraute Basis, auf die das Pflegepersonal und die Pflegebedürftigen gleichermaßen aufbauen können. „Wir entlasten die berufstätigen Angehörigen, und die Pflegebedürftigen erleben soziale Kontakte. Sie können sich mit Gleichgesinnten über die Themen austauschen, die sie selbst beschäftigen", erklärt Fachfrau Antje Brinkmann, die viel Wert auf einen sensiblen Umgang in der Gruppe legt.
